Spielen ist wichtig

Natürlich habe ich auch eine ganze Menge Zeit mit Java und unserem Spielzeugsortiment verbracht. Angefangen von klassischen Ziehspielen, über das Suchen von Bällchen in Pappkartons und dem Apportieren hat sie sehr schön mitgemacht. Sie hat viel Spass an allerlei wilden Raufereien und macht jeden Blödsinn diesbezüglich mit. Ich habe auch das ausprobiert, was Ekard Lind "geistiger Zügel" nennt. Das Einfrieren aus wildem Spiel mit sofortiger Bestätigung. Das hat uns etwas Routine gekostet, aber nach einigen Missverständnissen (sie hat mir fast mein Ohr abgerissen, weil ich mich ja grad so super nicht mehr wehre) konnte ich sie dann doch davon überzeugen, dass ein kurzes Luft anhalten von uns beiden recht spannend sein kann.
Außerdem habe ich gelegentlich in wildem Spiel die Situation bewusst etwas bedrängend für den Hund gestaltet. Streicheln von oben über den Kopf, schubsen, anschreien... immer gerade so viel, dass sie noch voll bei der Sache war. Regula Tschanz schreibt in ihrem Agilitybuch einen sehr überzeugenden Absatz, dass Hunde den Umgang mit Stressituationen und Druck vom Hundeführer kennen lernen müssen und einordnen müssen: macht nichts, kann man weiter spielen. Sonst sackt man beim Turnier zusammen aus Nervosität und plötzlich ist die ganze Energie des Hundes flöten. Ob es tatsächlich so klappt weiss ich nicht, aber falsch macht man nichts, wenn der Hund lernt: Spielzeug niemals los lassen. Der VPG-Sportler nennt es wohl Abwehr unter Belastung und verwendet Stockschläge. Letztlich zielt beides darauf ab, zu überprüfen ob der Hund bereit ist für sein Spielzeug eine unangenehme Situation zu überstehen.

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