Eine Idee wie man Hunde über die gesamte Länge des Durchgangs aufmerksam hält. Ausserdem ein kurzer Rückgriff auf die Dezemberübung mit dem geradeaus laufen...

Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass fast alle Hunde in Richtung Startsprung schneller sind? Woran liegt das?

Klar - es geht nach Hause. Da wo der Hund gestartet ist, ist die Übung auch zu Ende. Und habt Ihr euch schon mal überlegt wie toll es wäre, wenn der Hund immer so schnell rennen würde wie Richtung "nach Hause"? Warum müssen Übungen immer da enden, wo Sie angefangen sind? Antwort: Sie müssen überhaupt nicht! Wenn häufiger mitten im Parcours das Bällchen fliegt, dann erwartet der Hund das ständig. Er ist aufmerksamer und schneller dadurch. Deshalb beginnen die Übungen diesen Monat mal nicht immer am gleichen Sprung, sondern enden ständig woanders. Mit unverträglichen Hunden ist hier natürlich erhöhte Vorsicht geboten, sonst bietet diese Veränderung aber viele Vorteile.

Doch geradeaus!

Und eine weitere Sache die nie geübt wird... Ständig wird das Ablehnen von Verleitungen trainiert, es geht permanent um die Ecke. Sicher ist das auch wichtig, aber auch Geradeauslaufen ist mal dran. Nach dem Training vom Dezember machen wir das dieses mal aber kniffliger. Die Übungen sind extra-kurz. Trotzdem muss, wegen dem oben beschriebenen Effekt, jedes! Mal die Belohnung kommen. Und nicht halbherzig belohnen, weil’s nur drei Geräte waren. Nach jedem Durchgang soll es sich für den Hund wirklich gelohnt haben!

Übung 1 : 1-2-7

Wichtig ist, dass ihr nicht schon am Ende des Stofftunnels steht und abruft. Denn im Parcours könnte sich ja die Situation ergeben, dass ihr nicht auf einer Höhe seid. Genau das soll geübt werden. Ihr lauft gemeinsam mit dem Hund los und achtet darauf selbst schön geradeaus zu laufen. Wenn euer Hund einen weiteren Arbeits-abstand braucht, dann könnt Ihr auch rechts oder links neben den Sprüngen bleiben (gewissermaßen außerhalb des Quadrats). Dann müsst Ihr aber schon von Anfang an weiter außen laufen - nicht erst später wegdriften, weil der Hund euch dann ja folgen müsste und Ihr Ihn vom Tunnel wegzieht. Probiert diesen Durchgang ein paar Mal von beiden Seiten bis der Hund nicht mehr hin- und her abweicht, sondern gezielt in den Tunnel stürzt. Erst dann :

Übung 2 : 1-2-3-4

Anstelle des Stegs könnte auch eine Wand oder Wippe stehen, je nachdem welches Kontaktzonengerät euch am meisten Schwierigkeiten bereitet. Die Sache mit dem Abbiegen hab ich ja im Dezember ausführlich beschrieben. Und denkt daran den Weg nicht zu stark abzukürzen, damit der Hund nicht vorzeitig vom Kontaktzonengerät springt. Wenn auch dieser Durchlauf ein paar Mal gut gelungen ist, wiederholt Ihr Übung 1. Das ist wahrscheinlich ebenso schwierig wie am Anfang. Aber Ihr selbst seid ja mittlerweile prima vorbereitet. Wenn der Hund wieder auf den Tunnel eingestellt ist und sicher geradeaus läuft, folgt:

Übung 3 : 1-2-5-6

Es gilt dasselbe wie bei Übung 2. Lasst den Hund ein bisschen Spaß am Slalom gewinnen. Belohnt jedes Mal tüchtig, und versucht Ihn maximal zu beschleunigen. Die folgenden Übungen liste ich einfach der Reihe nach auf. Wiederholt so oft, bis jeder Durchgang gut geklappt hat, bevor ihr den nächsten in Angriff nehmt. Die Reihenfolge ist übrigens nicht willkürlich gewählt. Versucht die Durchgänge auch in dieser Abfolge zu erarbeiten.

Übung 4 : 4-3-5-6

Übung 5 : 6-5-7

Übung 6 : 7-3-4

Übung 7 : 4-3-7

Übung 8 : 7-5-6

Übung 9 : 6-5-3-4

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